Arche - Hallig Süderoog

Seit September 2015 sind wir anerkannter Arche-Hof. Damit wird die Haltung und Zucht von alten Tierrassen gewürdigt, die vom Aussterben bedroht sind. Die GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.) gibt eine Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen heraus, auf der bereits über 100 Rassen in Deutschland stehen. Wir möchten unseren Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten und haben daher bei der Auswahl unserer Tiere darauf geachtet, dass diese nicht nur für die besonderen Gegebenheiten der Hallig geeignet sind, sondern auch, dass diese auf der Roten Liste vertreten sind.

Wir freuen uns, die erste Arche-Hallig zu sein!


Das Coburger Fuchsschaf

Zum Beweiden der Salzwiesen halten wir traditionell Schafe auf der Hallig. Wir haben uns für das Coburger Fuchsschaf als unsere Hauptrasse entschieden. Es ist sehr robust und zeichnet sich durch seine besondere Wolle (rotbraun) aus. Es passt sich den Gegebenheiten der Hallig gut an und kümmert sich um die Landschaftspflege inklusive Distelvernichtung.

Da es eher mittelgroß ist und einen schmalen Kopf hat, verläuft das Lammen meist problemlos - für uns ein wichtiger Aspekt, da der Tierarzt nicht so ohne Weiteres vorbeikommen kann.

Die Dunkle Biene

Die Heidebiene - apis mellifera mellifera lehzeni -  Sie hat sich in der Nacheiszeit hier und in der weiteren norddeutschen Tiefebene entwickelt und ist durch die Einfuhr von regionsfremden Bienen vom Aussterben bedroht. Auf der Roten Liste der GEH steht sie auf Stufe 1 (extrem gefährdet). Nur in Südwest-Norwegen wird die alte Rasse in diesem reinen Ökotyp in einem Schutzgebiet am malerischen Flekkefjord erhalten. Unsere Völker stammen aus diesem Schutzgebiet und fühlen sich hier bei uns offensichtlich wohl.

Rassenbeschreibung der GEH: http://www.g-e-h.de/geh/jupgrade/rassebeschreibungen/49-bienen/76-dunkle-biene

Wir freuen uns, dass der Ökoverein Pellworm unser Projekt fördert. Weitere Informationen unter: http://oeko-verein-pellworm.de

 

Nun kann ein neues Bienenjahr losgehen! 

Der Geflügelbestand befindet sich derzeit im Wiederaufbau:

Das Ramelsloher Huhn

Für die Bewirtung unserer Wattwanderer brauchen wir im Sommer viele Eier. Derzeit haben wir einige Legehennen, die uns mit Eiern versorgen. Der Bestand an Ramelsloher Hühnern wird wieder aufgebaut.  Das Ramelsloher Huhn stammt aus dem Norden und ist daher mit unserem Klima vertraut. Der gelbe Farbschlag gefällt uns besonders, da sich wunderschöne Farbnuancen in der Sonne zeigen - von hellgelb über orange bis Kupfer.  Wir sind Mitglied in einem Erhaltungszuchtring des Ramelsloher Huhns, der durch den Austausch von Bruteiern hoffentlich zu einer Stabilisierung der Rasse beitragen wird. Derzeit gelten diese schönen Hühner als extrem gefährdet! 

Die Pommerngans

Die Pommerngans - auch Rügener Gans genannt - gibt es in drei Farbschlägen: weiß, grau und graugescheckt. Wir halten einen Zuchtstamm graugescheckte Pommerngänse. Unsere Gänse laufen frei auf der Salzwiese und sind damit echte Freiland-Gänse! 

Die Pommernente

Die Pommernente gibt es in zwei Farbschlägen (blau und schwarz). Sie haben einen auffällig weißen Latz an Vorderhals und Kropf. Die Tiere sind zutraulich, wetterfest und aufgeweckt. Unsere schwarzen Pommern nennen wir liebevoll "Gruftienten".

Ausführliche Rassenbeschreibung unter http://www.g-e-h.de/rassebeschreibungen/56-gefluegelenten/133-pommernente 

Die Bronzepute (derzeit nicht im Bestand!)

Eine verkannte Schönheit!  Wer eine Bronzepute aufwachsen sieht, wird sie lieben. Sie hat ein wunderschön bronzefarbend schillerndes Gefieder, das beim Puter vom Grundton eher schwarz und bei der Pute eher braun ist. Puten machen die unterschiedlichsten Geräusche und es ist ein Freude ihnen zuzuhören.